Der beginnende Wahnsinn in 365 Schritten

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von Alf Glocker
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14. Schritt

O dein Gott,
ich erhöre dich!
Lass mich zum Schlachtvieh werden,
tief in deiner Nacht,
wo das Verderben
Komplotte mit Engeln schmiedet.

Ich ahne dich in allen Fasern!
Ob dein Wille geschehe,
oder besser nicht,
das entzieht sich
meiner unmaßgeblichen Kenntnis!

Aber ich bin nicht gebrauchsfertig.
Der Magnetismus der Sternbilder
hat mich zwar ergriffen,
aber ich scheue
das Zaumzeug dieser un-endlichen
Liste des noch zu Erledigenden.

*

15. Schritt

Weißt du wieviel Sternlein stehen –
oder sind sie impotent?
Dich an dir so zu vergehen,
wie dich keine Sau noch kennt,
das ist abenteuerlich und schwer.
Sag dir doch: es geht nicht mehr!

Was soll dich noch interessieren?
Wofür engagierst du dich?
Mit aller Welt den Kopf verlieren,
das ist gar nicht wunderlich –
sondern absolut normal!
Mir und dir ist das egal!

Hurra hurra, ich bin ein Mensch,
auf den sich leider gar nichts reimt.
Und das ist gut so, denn
ich bin sowieso mit allen
anderen Menschen absolut gleich,
egal wie wir aussehen,
was wir denken und ob
wir schon mal jemanden
aus Spaß umgebracht haben.

©Alf Glocker

Alien, Malerei, digitale Montage
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Kommentare

14. Jan 2015

Ich weiß nicht warum, aber ich finde dieses geschriebene Wort faszinierend.
Es lässt mich verwirrt zurück, doch das ist nicht schlimm ;) Verwirrt bin ich sowieso, von daher...

Liebe Grüße

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