Dreiuhrsechsundvierzig

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DREIUHRSECHSUNDVIERZIG
 
Nachts sind viele Wölfe grau.
 
Leiber in den Betten.
Leiber unter den Bäumen.
Leiber in der Erde.
 
Trocken.
Luftig.
Feucht.
 
Über dem zerfetzten Bett: Ruhe.
Über dem missbrauchten Baum: Ruhe.
Über der aufgewühlten Erde: Ruhe.
 
Um Dreiuhrsechsundvierzig
Trank der Schatten unter dem
Baum das Leben in gierigen Zügen.
 
Um Dreiuhrsiebenundvierzig entschwand
Das Dasein mit der letzen Schnellbahn. 
 
Nachts zieht das Leben vorüber
Stelle ihm keine Fragen.
 
Anner Griem / 2011

DREIUHRSECHSUNDVIERZIG
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