Der Holzwurm: ein Schädling, der sogar Bücher frisst

05. Juli 2018
Bild von alten Büchern
Alte Bücher schmecken nicht nur dem Leser!
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Der gemeine Nagekäfer, besser bekannt als Holzwurm, ist in ganz Europa verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum ist der Wald. Dort lebt er in totem Holz. In verbautem Holz fühlt er sich ebenso wohl, daher ist er auch in einigen Gebäuden vorzufinden und kann schlimme Schäden verursachen. Wir klären auf.

Aussehen und Lebensweise des Nagekäfers

Der ausgewachsene Käfer hat eine Länge von circa 2,5-5 mm. Er ist braun und an Ober- und Unterseite behaart. Der Kopf des Tieres wird durch einen Halsschild komplett verborgen. Seine Eier legt der Nagekäfer in totes Holz. Frisches Holz bleibt vor dem Schädling verschont. Das Holz dient den Larven als Nahrung. Somit ist nicht der Käfer der Schädling, sondern seine Larven. Auch der Name Holzwurm rührt vermutlich daher, dass die Larven an Würmer erinnern.

Die Larven des Nagekäfers sind circa 1-6 mm lang und leicht gekrümmt. Die Entwicklungszeit vom Ei bis zum Käfer beträgt, je nach Lebensbedingungen, ein bis acht Jahre. Sie schlüpfen von April bis August und verlassen das Holz durch 1-2 mm große, kreisrunde Ausfluglöcher. Da die Larven im Holz leben, sind sie für den Menschen nicht sichtbar. Ein Holzwurmbefall ist an kleinen, 1-2mm kreisrunden Löchern im Holz und an den Sägemehlspuren in der Nähe des befallenden Objekts erkennbar.

Befallen werden vor allem Möbel, Korbwaren, Bretter und Latten, Balken und Fußböden. Der Dachstuhl ist besonders gefährdet, zumal hier der Befall oft erst spät auffällt. Aber auch (Kirchen-)Bänke, Holzfiguren, Stallungen und Musikinstrumente bleiben nicht verschont. Sogar Bücher, deren Einband aus Holz ist, sind für den Holzwurm ein beliebtes zu Hause. Daher stellt dieser Schädling auch ein Problem für Bibliotheken dar, da durch ihn wertvolle Schätze zerstört werden.

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Bekämpfung

Zum Glück gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie man den Holzwurm bekämpfen und dem Befall vorbeugen kann. Kleine Gegenstände lassen sich durch Hitze, beispielsweise im Backofen, von dem Schädling befreien. Das Objekt sollte dabei in Folie gewickelt werden. Eine Temperatur von 55 Grad Celsius reicht dafür schon aus. Vorsicht ist bei sehr alten und bei lackierten Gegenständen geboten, da diese bei hohen Temperaturen ebenfalls beschädigt werden können.

Ebenso wirksam ist Kälte. Legt man den befallenen Gegenstand ein paar Tage ins Tiefkühlfach, ist der Schädling bekämpft. Für größere Objekte eignen sich chemische Bekämpfungsmittel. Auch Hausmittel, wie zum Beispiel Salmiakgeist, Spiritus und Petroleum töten den Holzwurm. Allerdings verbreiten sie einen sehr unangenehmen Geruch und hinterlassen Rückstände im Holz. Wer nicht gleich zu solchen Mitteln greifen möchte, kann den Holzwurm auch aus großen Möbelstücken einfach und kostengünstig entfernen.

Die Larven des gemeinen Nagekäfers mögen keinen Lärm. Klopft man täglich mehrere Minuten mit einem Gummihammer gegen das Holz, ist der Schädling nach circa zwei Wochen bekämpft. Ebenso ist es möglich, den Befall mit Hilfe von Eicheln zu bekämpfen. Dazu wird ein Teller mit Eicheln in der Nähe der Bohrgänge aufgestellt. Befindet sich auf dem Teller Sägemehl, werden die Eicheln mit dem Holzwurm auf natürliche Weise entfernt.

Um dem Holzwurmbefall vorzubeugen, empfiehlt es sich, auf eine geringe Luftfeuchtigkeit im Haus zu achten. Dazu ist es hilfreich, die Räume gut zu beheizen, regelmäßig durchzulüften und gegebenenfalls einen Raumentfeuchter aufzustellen. Im Außenbereich eignen sich spezielle Lasuren, welche Stoffe enthalten, die den gemeinen Nagekäfer fern halten.

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