Bestseller oder Blogartikel: Tipps und Tricks für gelungenes Schreiben

29. November 2017
Bild einer antiken Schreibmaschine
Bild einer antiken Schreibmaschine
© Christian Horz / shutterstock

Egal ob man passionierter Hobbyblogger oder professioneller Historienautor ist, das Ziel beider ist beim Schreiben gleich: Einen Text zu verfassen, der lesenswert ist.

Sobald sich der Verfasser ans Werk macht, kommt es in erster Linie weniger auf die Länge des Inhalts an, sondern, dass selbiger für die Leserschaft einen Mehrwert schafft.

Es gibt jedoch ein paar Tricks und Tipps, die für Autoren aller Texte und Themengebiete das Schreiben einfacher machen.

Mindmapping

Das Konzept des Mindmappings lernt man meist in der Mittel- oder Oberstufe im Deutschunterricht. Ausgehend von einem Begriff in der Mitte verästeln sich verwandte Oberbegriffe zu allen Seiten und bieten so Raum für neue Ideen. Damit lässt sich bereits zu Beginn eines Werks ein Thema von vielen Seiten beleuchten und möglicherweise kommen so neue Denkansätze zustande, die einem auf den ersten Blick vielleicht garnicht in den Sinn kommen.

Wirtschaftliche Betrachtung

Beim Schreiben liegt der Fokus zwar eindeutig mehr auf Buchstaben als auf Zahlen, aber ein kleiner Exkurs an den Spieltisch macht deutlich: Beim Schreiben kommt es nicht nur auf Kreativität und den Spaß an Worten auch, solide Vorarbeit und die richtige Strategie sind der Schlüssel zum Erfolg. Das Kartenspiel Blackjack, auch bekannt unter dem Namen „21“, wurde beispielsweise vom reinen Zeitvertreib alsbald bei Mathematikern zum Geheimtipp, weil sie durch die Strategie des Kartenzählens das Spiel geschickt für sich entscheiden konnten. Wer also ausreichend Recherche betreibt und sich in mehrere Richtungen Gedanken macht (siehe oben: Mindmapping), bevor er sich auf ein Thema für sein Werk festlegt, kann, je nach Zielgruppe einen weitaus höheren Erfolg und Ertrag erreichen, als jemand, der aus Spaß an der Freude und Liebe zum Schreiben einfach loslegt.

Quellen

Nicht nur in der Politik und Wirtschaft ist es schon vielfach vorgekommen, dass unsaubere Quellenarbeit später zu erheblichen Problemen geführt hat. Diesen Punkt kann ein Autor von Anfang an zu seinem Vorteil nutzen, wenn er sich in ähnliche, bereits vorhandene Schriftstücke einliest und nicht einfach so drauf los schreibt - auch, wenn man dies manchmal am liebsten tun würde. Damit verhindert er auch, dass ihm später vorgeworfen wird, (unabsichtlich) abzukupfern und je mehr Wissen man zu einem Thema besitzt, desto leichter ist es, fundierte Arbeit anzuliefern.

Die richtige Umgebung

Egal ob Nachteule oder Frühaufsteher: Es kommt nicht von Ungefähr, dass Kreativlinge tendenziell seltener im Büro von 8 bis 17 Uhr anzutreffen sind. Die kreativen Phasen lassen sich schlecht in einen Zeitplan einfangen und daher geht das Schreiben einem Autor auch wesentlich besser von der Hand, wenn er in kein Zeitkorsett gequetscht ist. Manchem hilft es, allein in der stillen Wohnung am Fenster zu sitzen, um konzentriert im Sonnenlicht ohne Ablenkung die Gedanken zu Papier zu bringen, andere fahre zu Höchstleistungen auf, wenn sie in einem geschäftigen Cafe mit gedimmter Beleuchtung sitzen und das ständige Summen der anderen Gäste als Hintergrunduntermalung haben. Jeder hat seine eigene Wohlfühlumgebung, in der er am produktivsten ist und manchmal hilft auch ein bestimmter Geruch, vielleicht vom Kaffee oder Tee, den er sonst immer zum Arbeiten trinkt, der in dem Schreiber die kreativen Impulse auslöst.

ergonomischer Arbeitsplatz!?

Obwohl wir uns in einem Zeitalter befinden, in der allein ein Laptop schon ein Büro ist, unterschätzen wir, wie wichtig die richtige Büroeinrichtung ist. Natürlich, in der Bahn oder auf der Parkbank können wir eben mal ein paar Zeilen tippen, aber wer das Schreiben ernsthaft als Karriere verfolgt, kommt um die Anschaffung von Möbeln, die diesen Namen auch verdient haben, nicht herum. Es muss ja nicht das aktuellste Modell im oberen dreistelligen Bereich sein, aber wer nach einigen Stunden Schreibens kaum mehr vom Schreibtischstuhl aufstehen kann und dann am liebsten direkt zur Massagetherapie gehen möchte, der sollte sich zumindest ein bisschen in das Thema ergonomisches Sitzen einlesen - und vielleicht ist ein Stehschreibtisch auch genau die Lösung, die nicht nur zu mehr körperlichem Wohlbefinden führt, sondern auch die Kreativität fördert?

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