Ohnmacht

von Laura Puntigam
Mitglied

Erschöpft durch Lieben, Leiden, Leben
Gezogen von der Ohnmacht des Unvermögens etwas zu ändern
Herr nimm mich bei der Hand und begleite mich
Endlich Asche sein
Die Träume sind tot
Oh du glorreiche Kindheit
Das Alter im Visier
Unausweichliche Einsamkeit, Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit
Die Zukunft bunt ausgemalt holt uns in Grau ein
Der Drang nach außen verflüchtigt sich
Resignation überfüllt mit Euphorie
Bedauern der Vergangenheit falsch eingeschlagener Wege
Druck von außen, Druck von innen macht dich klein
Du glorreiche Kindheit kennst nur das Heute
Der Glaube fordert das letzte Attribut
Vernetzt im Sog der Unnachgiebigkeit
Schönheit, Jugend, Reichtum definiert durch Menschengeist
Nie aufgefordert zum Glücklichsein
Zufriedenheit, wo hältst du dich versteckt
Resignation am Ende triumphiert
Väter der Vergangenheit, wohin seid ihr
Nicht reich an Jahren sein, bevorzugt früh zu scheiden
Heut ist der Tod meilenweit entfernt und morgen schon so nah
Warum sich abmühen, wenn das Leben die Entscheidung trifft
Gelassenheit, du Krönung des Empfindens
Warum in die Hölle, wenn man büßt auf Gottes Erden
Gedanken an die Jugendzeit – kurze Heiterkeit, die vergeht in Traurigkeit
Möchtest du nicht in die Grube, musst du ins Feuer
Gib die Gegenwart nicht leichtfertig auf, denn die Zukunft macht dich unausweichlich älter
Weg in den Abgrund, der innere Schrei verhallt
Flüchtiges Vorbeieilen, lautlos und doch hörbar, bis es verstummt
Du hast mir das Paradies geschenkt, ich hab die Hölle gewählt
Sehnsucht nach einem Regentag ohne Vogelgesang

Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Mehr von Laura Puntigam online lesen

Kommentare

03. Aug 2020

Wer wollte, könnte deiner Klage widerstehen ?
Würde ein GOTT seine Seelen befragen, was sie gerne tun würden ?
Ganz schnell auf die Erde. Leben mitten unter GOTTES Herde.
HG Olaf