Mutter

von Büsra Koc
Mitglied

Wenn ich sie vermisse
Wird sogar ihre Nörgelei
Zu einer zärtlichen Melodie

Wenn ich mich verletze
Wartet sie bloß an meiner Seite
Bis ich die Kraft in mir find'
Aufzustehen und weiterzugehen

Ich dachte damals, es wär' Grausamkeit
Dass sie mir keine Stütze ward, sondern
Mir bloß folgte wie ein Schatten

Dass sie mir nicht ihre Schulter gab
und zuließ, dass ich mich bei ihr ausweinte
Stattdessen mir stumm zuschaute

Erst nachdem sie fortgegangen ist
Für alle Ewigkeit, habe ich erkannt
Was sie wirklich für mich tat

Sie wollte, dass ich mir genügte
Nicht ihrer Hilfe mehr bedürfte

Während ich mich an sie festklammerte
Dachte sie schon an den nächsten Schritt
Es musste auch ihr wehgetan haben
Mich in Schmerzen zu sehen

Vergib mir, Mutter, dass ich deine
Barmherzigekeit verkannte
Dass ich nicht deine Sorgen
Hinter den Nörgeleien erkannte

Ich war schon immer selbstsüchtig,
Das weißt du am besten
Aber dank dir kann ich aufstehen
Egal wie oft ich auch falle
Denn du hast mir die Kraft gegeben
Nicht an jeder Hürde zu verzweifeln

Jeden Tag bete ich, dass du es bist
Auf den ich am Ende des Weges treffe

Falls du in den Sternen bist
Erleuchte meinen Weg
Damit ich leichter zu dir find'

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Interne Verweise

Kommentare

04. Nov 2019

Es spricht viel Gefühl aus deinen Zeilen, Erkenntnis und Verständnis. Es gibt keine perfekte Beziehung, auch nicht die zwischen Mutter und Kind, aber durch echte Liebe, zeichnet sie sich aus.

Viele Grüße
Soléa

05. Nov 2019

Ich stimme da mit Soléa überein. Manchmal waren wir wie Hund und Katze, aber unsere Verbundenheit und Liebe erlosch nie, auch wenn ich oftmals am anderen Ende der Welt weilte.

LG Jürgen