Bis selbst den Tod die Zeit besiegt

von Der Hofnarr
Mitglied

Das Ende ist schon nah.
Fesselt mich beinah
und ich bin noch da.
Ich warte etwas ab,
bis selbst den Tod
die Zeit besiegt.
Die Ewigkeit erfüllt,
einholt und fesselt,
was den Sieg befolgt.
Am Ende der Zeit
ist das Ende nicht soweit.
Denn Tod ist der Führer
der habelosen Zeit,
die ihn mitnehmen wird.
Irgendwann ist er bereit.
Bereit fortzugehen
und seine Bestimmung
jemanden zu überlassen,
um Ende zu hinterlassen.
Nun ist das Ende sehr nah
und es wird ganz knapp,
weil ich nicht viel Zeit hab.
Mein Leben ist vorbei
und er schaut auf mich herab
und wird überrascht,
denn ich warte auf ihn:
Seine Macht und Ewigkeit.

"...all die Schreib- und Grammatikfehler deuten auf die Schwäche der Schulbildung. Und nicht meine Dummheit soll damit dominiert werden."

Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Kommentare

03. Jan 2018

"Habelosen Zeit", das gefällt mir,
ist es aber nicht eher so,
dass die Zeit den Tod besiegt?

LG - Marie

03. Jan 2018

Hallo, es freut mich, dass Sie einen Kommentar hinterlassen!
Was wir über Tod wissen, ist sehr mangelhaft und teilweise ist es eine esoterische, religiöse und erfundene Wissensquelle. Der Tod als Figur ist eine Person, die den Menschen ins Jenseits befördert. Natürlich ist es märchenhaft, dass der Tod eine Persönlichkeit hat... Die Zeit wird den Menschen abholen, der sein Lebensende gefunden hat. Der Tod "wird" eintreten mit Erscheinungsbild und begleitet den Sterbenden ins Jenseits.
Das Gedicht spricht davon, dass der Tod zwar die Zeit kontrolliert und beherrscht, aber dennoch ist er daran gebunden. Die Zeit selbst bringt für jeden das Ende und der Tod ist davon nicht ausgeschlossen. Damit wollte ich verdeutlichen, dass diese Gestalt des Todes irgendwann bereit wäre fortzugehen. Seine Existenz muss nicht die Ewigkeit ertragen und beim Sterben wird der Tod seine Bestimmung und Aufgabe jemanden übergeben. Wie Sie lesen können, habe ich das Gedicht aus der Ich-Form verfasst und dort erwähne (ich), dass ich auf den Tod warte, um seine Macht und Verpflichtung anzunehmen. Der Tod bringt das Ende des Lebens und ist selbst nicht das Ende. Er ist ein Begleiter und Führer. Damit meinte ich, dass der Tod mich finden muss, damit ich die Zeit und Ewigkeit weiter verbreiten darf. Widersprüchlich ist dabei die Aussage, dass ich nicht das Lebensende aufsuche, sondern durch das Sterben die Gestalt des Todes sehen möchte. Dabei wird der Tod überrascht, dass ich auf ihn warte und nicht auf das Lebensende. Somit wollte ich schildern, dass ich der Aufgabe und Bestimmung würdig bin.

Bitte nicht falsch verstehen, solche Gedanken über Tod und Sterben verfolgen mich nicht. Es ist ein Gedicht, der eine kurze Geschichte erzählt.

LB

Denis !

03. Jan 2018

Oh, danke!
Manchmal muss man die Gedanken dokumentieren...

LB
Denis !

Neuen Kommentar schreiben