Morgens am See

von Ephraim Kolczynski
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Verschwommen aufgedeckter Spiegel,
wie lieb ich deinen Seidenmund,
die silbern ausgehauchten Siegel,
aus tiefer Nacht zur frühen Stund.

Libellen taubedeckt im Glanze,
verzieren jeden Sonnenstrahl,
die gelbe Iris seicht im Tanze,
verrät des Windes gute Wahl.

Hier fühl ich noch den milden Frieden,
der sich an deinem Leib betrinkt,
die Vogelstimmen mich besiegen,
wie Tau der zu den Wurzeln sinkt.

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