Orkan

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
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Brausend kommst du übers Meer,
deine Arme ausgebreitet,
Hände kalt und bleiern schwer,
feuchte Wut, eisige Flut.
Schlägst die Trommel laut
zur Schlacht, brüllst du Wellen
übers Wasser, wütend zerrst
du an den Felsen, nichts ist dir
ein Hindernis. Gräbst mit deinen
Eiseskrallen in den weichen Sand
ein Grab. Springst du auf die Wälder zu.
Rast du durch erblasste Wipfel,
schlägst sie nieder, deine Gier
kennt keine Ruh`.
Eine Schneise ohne Leben,
schaurig hinterlass´ne Spur.

Plötzlich schwingt aus
schwarzen Wolkenballen,
leuchtend hell ein Sonnenschwert,
blitzschnell saust es hernieder,
zerschlägt dein Herz dir im Gefecht,
Denn jetzt hat die Welt genug,
auf das Meer legt sie ein Tuch
Stille kommt aus dem Versteck,
noch erregt und ganz verschreckt.
Alles atmet - erleichtert froh,
Himmel drückt ein Auge zu.

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Kommentare

04. Jul 2017

Hallo Noé,
Hallo Marie,

freue mich, dass das Gedicht bei Euch so gut ankommt. Danke!

LG, Jürgen