Berlin

Bild von gtgegennordwind
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Der Zug rollt ein, die Bremsen schrei'n, ich atme ein -
ich halt' deine Hand und kneif mich in den Arm.
Von gold'nen Kanonen herab lächelt der Engel.
Tausend Schritte, tausend Worte - es wird warm.

Die Sonne erleuchtet für uns die Straßen,
Straße um Straße und immer wieder der Fluss.
Der Wasserfall lässt uns schwer atmen,
ein Sommerregen segnet unseren Kuss.

Deine Neuronen spiegeln sich in der Spree,
Deine Lippen auf meinen im Ufergras.
Kein Anker hält uns im Wannsee,
Du springst nicht, du fällst nicht, du wirst nicht nass.

Deine Worte verlier'n sich in meinen,
fallen tiefer am Ufer über Gott und Welt.
Und ich stolpere über Steine neben der Mauer,
Doch da ist deine Hand, ist die Hand, die mich hält.

O... so laufen wir durch helle Straßen.
O.... unter weißen Laken halt ich dich fest.
Mein Herz klopft und Klopfen lässt uns erstarren.
Ich schlafe bei dir, wenn du mich lässt.

Der Zug rollt ein, die Bremsen schrei'n, wir steigen ein.
Berlin - wie werd' ich dich vermissen.
Schwer mein Koffer, schwermütig meine Seele,
zurück bleibt ein Herzstück, das abgerissen.

Berlin, Sommer, Liebe. Wäre das nur das echte Leben.
Liebesgedicht für dich und die Stadt aus der fernen Provinz.

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