Der Heimwerker

von Alfred Mertens
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Nur der Heimwerker hat Visionen
und denkt dabei an den Weltuntergang.
Das Notstromaggregat ist sein Omen,
drum geht er zum Baumarkt- erster Rang!

Da werden Scheinwerfer, Gasgerät angeschleppt
auch dutzende Festmeter Kaminholz gebunkert.
In einem Atomkrieg, wenn er nicht vorher „verebbt“,
ist es ihm wichtig und auch nicht geflunkert !

Die zweite Version, ein heimgewerkeltes Eigenheim,
das der Sparkasse Tränen in die Augen treibt.
Hundertprozentiges Muskelpotenzia mit viel Leim,
selbst wenn das Ergebnis man zu schlecht beschreibt

Die Evolution hat den Heimwerker erfasst.
Das Prinzip der Nachhaltigkeit zog er aus den Brettern,
was er bei seinem werkeln mal angefasst,
darüber braucht niemand im Nachhinein wettern.

Er baut sich die Laube im Schrebergarten,
steckt leere Weinflaschen mit Hals in die Wege,
auch seine Ehefrau braucht darauf nicht zu warten,
denn sie weiß es längst, wie er ins Zeug sich lege.

Als Grundausstattung braucht er die Kettensäge,
die Kreissäge mit dem Akkuschrauber dazu,
den Winkelschleifer, Elektrohobel – ohne wird`s träge,
Benzinheckenschere, Laubbläser, dann hätte er Ruh.

Jetzt kauft er noch schnell den Elektrohammer,
den Sitzstraßenmäher, Betonmischmaschine,
und schon ist`s vorbei mit dem Katzenjammer,
weil er Pfingsten werkelt mit froher Miene.

Wenn der Ehepartner nicht wäre mit seinem Veto,
er kann es beim besten Willen selbst nicht verstehen,
und wenn er die Bauanleitung liest auf seinem Klo,
möchte er dem „natürlichen Feind“, den Hals umdrehen !!

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