Die Tausend und reinste Nacht

Der Abend senkt sich wie ein übergroßer Vogel
Blendet den Tag aus mit seinem Rot schattierten Gefieder
Die Dunkelheit schließt ihre schwarz gefärbten Lider
Ihr Kosmos ist erwacht, es kreisen die Universen
Von Ferne strahlen sie Kraft
Und in den, von Jasmin, betäubten Gärten
Haucht der Atem sein Lied in die Nacht.
Zikaden erobern die Lüfte
Die feucht salzige Brise schwebt von der Küste
Parfümiert von Oleander
Verfängt sich im Baldachin
Geheimnisvoll und duftend schwer
Taumeln Träume durchs gebrochene Mondlicht
Wiegen sich ihre Schatten
Verfangen sich im Orangenhain
Bleiben hängen in den Wedeln schlummernder Palmen.

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Kommentare

08. Aug 2020

Gerne verbrachte ich meine Zeit hier in deinen Versen und nehme sie zum Träumen mit…

Liebe Grüße
Soléa

08. Aug 2020

Wunderschönste Poesie, die zum taumelnden Träumen mitnimmt. " Haucht der Atem sein Lied in die Nacht" gefällt mir sehr.
Herzlich grüßt Dich Ingeborg

11. Aug 2020

Hallo Zusammen!

Die Vorgärten der Villen quellen übervoll von Jasmin und am Abend ist das ganze Viertel in ihrem Duft eingehüllt. Schon bald reifen die Früchte in den Zitrushainen, doch vorher aber kommen die Granatäpfel dran und zwar schon in Kürze :-)

Sonnige Grüße aus Tunesien

Jürgen