Aus der Sicht eines verzweifelten Flüchtlings

von Sabrina Jung
Mitglied

Nun bin ich hier,
allein mit mir,
von weit her gekommen,
zig Mal wurde ich vernommen,
menschenunwürdig behandelt,
die ganze Welt ist verschandelt,
soll mich hier zu Hause fühlen,
meine Gefühle mich zerwühlen,
kann oft nicht schlafen,
mit all den Schafen,
keine ruhige Minute für mich allein,
immer muss ich mit andern zusammensein,
zusammengepfercht sind wir hier nun,
ganz oft kann ich mich nicht ausruhn,
auch die Bilder in meinem Kopf verschwinden nicht,
dass wir hier alle glücklich sind ist nur ne Geschicht,
kann die Bilder nicht vergessen,
das Trauma ist von mir besessen,
hier muss ich betteln für jedes Papier,
damit ich nun bleiben darf hier,
was macht das alles für einen Sinn,
meine Familie ist auch dahin,
vermisse sie so sehr,
und fühle mich oft leer,
meine Schwester haben sie mir weggenommen,
auch die wurde zig mal hier vernommen,
weiß nicht mal wo sie ist,
und das finde ich großen Mist,
weiß nicht, wie es weitergeht,
in meinem Kopf sich alles dreht.

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Kommentare

07. Mär 2018

die vielen Einzelschicksale sind erschütternd.
Wir müssen tun,was wir können.
lG
ulli

07. Mär 2018

Wenn ich vorstelle, dass auch nur einem einzigen Menschen so zumute ist, fühle ich mich elend, liebe Sabrina.

Liebe Grüße,
Annelie

07. Mär 2018

Man darf nicht vergessen, viele sind traumatisiert. Krieg ist Krieg und was die da erleben .................... sicherlich wird es nicht allen so gehen, wenn sie wissen, dass ihre Familie noch lebt, dennoch .........
Liebe Grüße in den Nachmittag
Sabrina

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