Abschied von Domian

von Tobias Schmitt
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Manch einem scheint‘s ein halbes Leben
Das wir mit diesem Mann verbrachten
Uns‘ren Nächten hat er Sinn gegeben
Bald mieden wir den Schlaf und wachten

Wir lauschten, wie zu später Stund‘
Dir Fremde ihr Gesicht enthüllten
Und wurden dem Geheimnis kund
Mit dem wir uns‘re Neugier stillten

Du, Domian, wirst uns verlassen
Nach Jahren steter Menschlichkeit
Lehrtest uns weniger zu hassen
Und sorgtest dich um unser Leid

Dein Abschied macht uns nun betroffen
Denn du bist Mensch, wie Mensch muss sein
Du, Domian, ließest uns hoffen
Respektvoll bist du ungemein

Die Nacht lädt dann, wenn du verschwunden
Uns wieder früh zum Federkissen
Wo wir in schlafbefreiten Stunden
Dich leis‘ und tränenreich vermissen

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