Die Wolke mit dem Hut

von Jessica Misio
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Die Wolke mit dem Hut

Erde, verbrannt
- Radioaktive Partikel verfangen in meinen Lippen
Einsamkeit und Trauer zwischen meinen Rippen
Vor mir ist die Landschaft tot,
Der Himmel erzürnt im grausamen Rot
Hunger und Durst geworden zu meinen täglichen Begleiter,
ich ohne Rast wandere - mit heißer Hoffnung auf Leben....
immer weiter...

Ich schließe die Augen;
Staubige Erinnerungen zu meinem Herzen finden:
Mama in einem weißen Kleide wartend am Fenster steht,
ihr leises Gebet gen' Himmel um ihres Geliebten Leben fleht
Papa wir beide mit ganzem Sein vermissen
während er mit seinen Brüdern, vaterlands Flagge im Streit mit den Großen muss hissen
Mütterliche Liebe mir mit einem Lächeln begegnet
-Sie meine Angst mit Wärme segnet,
"Hab keine Angst mein Kind!
-denn es geht geschwind"
Meine Hände in ihren ruht..
"Es geht ganz schnell, wenns sie uns begegnet,
die Wolke mit dem Hut"

In der Brust wird schwer mein Herz,
erfüllt von bitterem Schmerz
Wie kann ein Mensch nur denken, er könnt mit solch` Höllenbrunst siegen?!
Wie sehr ich mich sehne
-nach Liebe und Frieden!

Dieses Gedicht ist durch das Nachdenken über Albert Einsteins berühmtes Zitat entstanden " Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen."

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