Einsame Sicht

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
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Das Fenster zur Straße
ist ganz verstaubt, selbst
Sonnenstrahlen verlieren
ihren Glanz, wenn sie das
Innerste erreichen wollen.
Das Herz hinter den Scheiben
pocht verschlossen, weil es
vor Einsamkeit hat aufgehört
zu weinen. Schatten huschen
verschwommen hastig vorbei.
Keiner hat sich Zeit genommen,
blieb stehen oder ist vorbeigekommen.

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Kommentare

11. Mai 2017

Sehr sensibel, Jürgen. - Ich glaube, manche Menschen haben auch Angst vor solchen blinden Scheiben. Es gibt sogar Kinder, die bei deren Anblick weinen, weil sie ahnen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Oft sitzt dahinter ein Mensch, der nicht mehr ein noch aus weiß oder sich selber aufgegeben hat. Dein Text hat mir sehr gut gefallen.

LG Annelie

11. Mai 2017

Hallo Anelie,

meine Antwort kommt etwas verspätet. Bin am Packen, da ich nach Spanien versetzt wurde. Ich danke dir für deinen Kommentar. Ich habe sie schon oft gesehen, die Umrisse von Personen hinter Fensterscheiben. Irgendwie immer mit der Hoffung, dass jemand
stehen bleibt und die Hand reicht.

Viele Grüße

Jürgen

11. Mai 2017

Was für ein aufregendes Leben, Jürgen: Versetzt von Tunesien nach Spanien! Dort ist die Lage etwas entspannter. Viel Glück und viel Erfolg dort in Spanien. Ein neues Leben, eine neue Sprache, eine neue Kultur beginnt für dich!

Liebe Grüße
Annelie

11. Mai 2017

Danke dir Annelie. Aber das ständige Zusammenpacken und Wohnung auflösen ist machmal auch erschöpfend. Aber das nur am Rande bemerkt.

Schöne Zeit in Lübeck.

Jürgen