Schmerzen

von Regina Bäcker
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Schmerzen kommen in vielen Formen vor: körperliche Schmerzen, ein Brennen, ein Stechen - wie auch unsere seelischen Wunden.
Mal brennt es, mal zwickt es, es scheint unerträglich, schmerzvoll, entzieht den Boden unter den Füßen, lässt uns straucheln.
Diese Verletzungen werden bis ins tiefste Innere verdrängt.
Nicht bewusst spürbar, greifbar. Dann, plötzlich, unerwartet, bricht es ohne Vorwarnung das
verschlossene Tor auf - ausgelöst durch eine kleine Handlung.
Die Welt scheint zusammenzubrechen. Nichts ist in diesem Moment geschützt.
Man lebt seinen verdrängten Schmerz.
Man fühlt sich nackt, zerstörbar. Wie mögen sich Opfer von Gewalt und Krieg wohl fühlen?
Gibt es noch tiefere Verletzungen, sind sie möglich?
Wenn ja, so scheint mir diese Aussage „Im Zweifel für den Angeklagten“ in dem Kontext doch sehr fragwürdig, wenn nicht gar unpassend.
Gibt es in unserer Rechtsprechung auch den Satz " Im Zweifel FÜR DAS OPFER "?
Jedenfalls ist es mir nicht bekannt. Wovon geht man aus?
Dass nur das Opfer die Beweise vorlegen muss?
Was macht das Opfer mit seinen verletzten Gefühlen?
Was bedeutet dann Schuld? Ab wann ist man schuldig, vor dem Menschen?
Ist Schuld die Sucht nach Leben? Vielleicht. Werden Täter zur Schuld erzogen? Ich persönlich denke "JA".

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Kommentare

10. Aug 2016

Darüber muss man nachdenken.
Opfer treten häufig hinter der Tat zurück. Meist wird ausführlich über den Täter und die Umstände berichtet.
(Aber vielleicht ist es den Opfern auch lieber, in Ruhe gelassen zu werden?)