Anziehungskraft

von J.W. Waldeck
Mitglied

immerzu ohne Betroffenheit
kreist mein Blut durch zahllose Umwege
im Wurzelreich, aus Keimen gepaart
tragen Himmelstränen
was Zugvögel ersehnen
auf der Schwingung Flügelschlag

nichts gewahrt ihr Atemzug
im streicheln stummen Schilfs
hinter traurigen Auen lichtverglast
in durchsichtigen Grenzkreisen
niemals zu zahllosen Facetten erfüllt

als blutendes Monolith Magma
aus tiefstem Herzen ins Meer geworfen
von Delphinen umschwärmte Blutstropfen
doch unter der Haut so wirklich
erweckte Seelennähe einer Fata Morgana

sich innig
unter unverwechselbaren Formen orten

© j.w.waldeck 08.08.2018
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Kommentare

09. Aug 2018

Da ist man sprachlos, Waldeck: wunderschön und mystisch zugleich. Wenn dieses Gedicht nicht alle Leser anzieht, dann ist es wohl einfach zu schön, um wahr zu sein - eine Fata Morgana. Ich meine, dass Du Dich in letzter Zeit ganz unglaublich gesteigert hast, was das Dichten betrifft, und freue mich bereits jetzt auf jene, die folgen werden.

LG Annelie

09. Aug 2018

Das stimmt nicht mit der Steigerung.
Ich setze nur bestimme Themen bewusst hier rein, um gewisse Pappenheimer
zu erfreuen.
Aber ich will dir deine Erwartung nicht nehmen, ich könnte mich noch steigern.
Ich weiß es besser, weil ich weiß, woran ich arbeite, aber man soll niemals nie sagen.
Auf anderen Seiten habe ich jedoch mehr Gefühle und Romantik surreal verzahnt.
Ich DANKE dir immerzu!

LG. Waldeck