mittsommernachtsspiel

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so stehst du dort
noch still und stumm
spürst jeden Blick
um dich herum

du springst, du hüpfst
genießt den trubel
machst diesen akt
zum freudenstrudel

der vorhang fällt
geht wieder auf
du tollst umher
zum star getauft

die masse johlt
sie schreit und braucht
noch mehr du weißt
so geht’s dir auch

drehend, lodernd
rollt es voran
zum höhepunkt
du spürst es, dann

naht es brennend
die schwitzende menge
im rausch betört
ganz in deinen fängen

fanfaren verkünden
was nun folgt
ein schelm wer hier
noch mehr gewollt

lichter flackern
auf dein haupt
wie du dort stehst
im purpurrausch

explodiert nun der applaus
den du wie luft
zum atmen brauchst

und gibt dir was
du fordertest
von ihm und mir
den letzten rest

dann ist die nacht
voll wildem trieb
erfolgreich denn
was von ihr blieb

sind du und ich
im bühnenspiel
ein blick der in
den meinen fiel

so werden hier im letzten akt
kunst und künstler
ganz klar und nackt

nun wieder eins
und warn es stets
im hic et nunc
musik die schwebt

so brauch ich dich
und wünsche mir
ich hätt' die worte,
die genügten dir

doch niemals endet
es so ganz
ein jeder spürt
magie im tanz

so fürchte nicht
sei dir bewusst
der vorhang fällt
nicht nur zum schluss

nein manchmal auch
gelegentlich
so weil die szene
einer andern wich.

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