Fremde Stadt

von Angélique Duvier
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Ich gehe durch
staubige Straßen,
sehe in runzelige,
bleiche Gesichter.
Die Luft hütet
die wachsende
Armut,
verhindert sie!

Die Sonne blickt
aus dem
wolkenverhangenen
Himmel hervor,
allen Entfernungen
zum Trotze,
regt sie die Knospen
zum Wachsen an.

Ich höre die Amsel rufen,
umhüllt vom Mantel
der Nacht,
höre sie schlafen
am Tage.
Ich gehe wehmütig
durch die Stadt,
gefolgt von der Sonne.

Mein bitteres Verlangen,
mein endender Beginn.
Wie ein blumenbesetztes
Hochzeitskleid
bist du mir,
fremde Stadt,
ich vergesse dich nie.

©Angélique Duvier

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Kommentare

11. Mär 2018

Dort, wo die Amsel in der Nacht nur singt,
über den Dächern wohl viel Wehmut schwingt.
Dank Dir auch lieb für dies Gedicht,
ich spür die Trauer und nur wenig Licht.

LG Annelie

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