Die Nacht

Bild von Tobias Schmitt
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Sobald ich frei jämmerlicher Schlafeslust
Rastloses Blut in meinen Adern spüre
Bloß leicht verschmutzt durch bitteren Lebensfrust
Mein Herz mich in die Nacht entführe

Verhüllt in bläulich-schwarzen Garderoben
Gewährt sie mir bedingungslosen Aufenthalt
Schon hat sich der Sternenwald über mir erhoben
Prangt als Geweih über ihrer furchtsamen Gestalt

Längst ruht die Zivilisation auf samtenen Federkissen nieder
Hinter schützenden Gläsern vernehme ich nicht die leisesten Lieder
Blass leuchtende Wolken kleiden die Nacht in trauriges Gefieder
Müdigkeit beirrt meine Sinne, doch ich komme bald wieder

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