Winterliche Vorahnung

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
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Purpur Mond – Lilafarbe im Gesicht,
dunkelblau, ummantelt samtige Kühle,
blase Gestirne – leuchtend schwach,
angeknipster allabendlicher Herbsthorizont
zu fortgeschrittenen, vorwinterlichen Stunden.

Lauschige Schneeprisenlüfte,
Vorahnung weißgewebter Flockenteppiche,
es bücken sich die herbstlichen Blüten,
herbstzeitlos dem Schlaf entgegen,
wartend auf winterflauschige Decken.

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Kommentare

11. Sep 2018

Sehr schön poetisch, lieber Jürgen. Hab eben mal geschnuppert, meine Fenster sind auf "Kipp". - Ja, Du hast recht: Gepriesen seien die schneeigen Lüfte, sofern sie auch lauschig sind.

Liebe Grüße nach Tunesien,
Annelie

Ingeborg Henrichs
11. Sep 2018

Fantasiereich bedichtet, ob nun Vorahnung oder Erinnerung an den WInter sich beim Lesen einstellen, Jürgen- und, ich rieche schon die besondere Winterluft. Schönes Gedicht. HG Ingeborg

12. Sep 2018

Hoch poetisch, ich schließe mich Annelie und Ingeburg an.

LG Marie

12. Sep 2018

Danke Euch,
Annelie, Ingeborg und Marie für Euren Zuspruch. Ich habe hier in Tunesien natürlich nicht derartige Wetterphänomene zu befürchten, doch bin ich sehr verwurzelt mit der Lüneburger Heide, sodass meine Erinnerungen immer wieder mich alle Jahreszeiten durchlaufen lassen. Eben auch die winterliche Vorahnung.

Grüße

Jürgen

13. Sep 2018

Da ich den Winter liebe, macht mich Dein Gedicht richtig glücklich.

Herzliche Grüße, Susanna

13. Sep 2018

Liebe Susanna,

da musst Du sicherlich nicht mehr lange warten. Freue mich, dass ein paar Worte so gut rüber kommen.

Beste Grüße

Jürgen