Herbststurm

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Tropfen prasseln durch das Laub,
der Wind auf Jagd nach Blättern schaut,
der Donner auf die Pauke schlägt,
Blitz versenget,
durchs Mark der alten Eiche geht.

Nach stundenlanger Wüstenei,
hat sich der Sturm alsbald gelegt,
schüchtern luken Sonnenstrahlen
auf die Welt vom Himmelszelt.

Und in den Pfützen spiegelt sich,
auf der Flucht, Graugesicht des Bösewichts.

Buchempfehlung:

141 Seiten / Gebundene Ausgabe
EUR 13,90
Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Kommentare

11. Okt 2018

Genauso ist es, lieber Jürgen. Schnell sich aufgeregt und schnell vorbei, aber ich erinnere durchaus Stürme, die tagelang anhielten und unsere kleine Welt fast aus den Angeln hoben. Tage, an denen wir Angst hatten, aus dem Haus zu gehen, weil der Sturm die alten Dachziegeln der Villa, darin - nicht nur ich - wohnte, löste und auf Wege, Rasen und Auffahrt warf; damals waren Helme für Zivile noch nicht selbstverständlich.

Liebe Grüße,
Annelie

13. Okt 2018

Stürme scheinen ja jetzt weltweit an der Tagesordnung zu sein. Die vielen Nachrichten, die mich über unser Krisenmanagement erreichen, machen nachdenklich. Auch wir hatten hier schwere Verwüstungen mit Todesfällen.
Mein Gedicht ist ja noch eine harmlose Variante.

LG Jürgen

Jürgen

11. Okt 2018

Was durch Mark und Bein der alten Eichen geht. Gut beobachtet, Jürgen. Ich war einmal im Wald wandern, als ein mächtiges Gewitter niederging. Unglaublich: Das Krachen der umstürzenden Bäume war nicht geringer als das der Blitze.
LG Uwe

13. Okt 2018

Da stimme ich mit Dir voll überein. Ich bin beinahe in Wäldern aufgewachsen. Da durfte ich einiges miterleben während der Herbststürme.

Beste Grüße und Danke für Deinen Kommentar und fürs Lesen.

Jürgen