Die Furcht festgelegter Muster

von J.W. Waldeck
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Vaterwörter versöhnen kein Liebreiz
im überströmten Ehrgeiz waiser Tröster
schmeckt Röstbrot besser als das klebrige
Rostrot frisch geschlacht’ner Rösser
wo weichgekocht – das Rückenmark
in allzu gockelhaften Gecken
zu selbstverliebter Ein=Haltung erstarkt
soweit das Haltlose ohne Botschaft
sich niemals als Orient-Tier zurecht findet
wo so schön ein hörig Ohr seinen Schwindel
mit auswendig gelernten Ohrwürmern lindert
als die Gralsrose der Offenbarung zu nah
zwischen den Schenkeln Maria Magdalenas
der Versuchung erlag, doch zu verzeihen
statt sich stromlinienförmig zu begeilen
an der monotonen Vibration der Religion
wo By-By-Pässe für jenseitige Anlässe gelobt –
Vorbestimmtem allein – Stillleben zutrauen
weil Bilderstürmer das Unbekannte fürchten:
noch göttlich unbestimmt, ganz ohne Mauern
wird die Zeit relativiert, so sinnlos wiederholt
als Eintrichter jenseits allen Monopols

© j.w.waldeck 2016
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Kommentare

12. Nov 2016

Ja, was wir alles eingetrichtert bekommen...
aber es passt alles in die kleinen Köpfchen rein...harharr

LG Alf

14. Nov 2016

Du hast eines der wunderbarsten Wunder der Dummheit beschrieben.
Selbst sie ist nicht so vorbestimmt und durchschaubar, als das zehn Weise
den Stein aus dem Brunnen heraus hohlen könnten, die sie dort
in vollkommener Ahnungslosigkeit hinein warf.

Sich von noch Dümmeren was eintrichtern zu lassen, spricht von zweifellosen Insassen.

LG. Waldeck