Druidentempel

von J.W. Waldeck
Mitglied

ein Wanderer
entlang des Baches
tritt aus dem Nebelwald ins Tal
der Uhu hinter hohen Tannen
ruft es
im Dörfchen kräht‘s der Hahn

auf Katzenpfoten
weiße Sterne nahn
liegen über Nacht überall:
Flocken, welche sanft verstecken
scheinen Heuhaufen
mächt‘ge Recken

das Bündel trägt goldene Girlanden
die Kinder hören auf zu tanzen –
strömen zu dem WEIHnachtsmann
der aus den Wäldern
zu den Waisen kam

ein Heidenfeuer ist entfacht
die Braten werfen Funken in die Nacht
schenkt wilde Musik Vergnügen
noch ohne die Mär
gepries'ner Lügen

versammelt all
um einen Lebensbaum:
das Gleichnis ewigen Bundes
nicht jenseitiger Alptraum –
Spielzeug falschen Wunders

© j.w.waldeck 2006
Alle Rechte sind dem Autor vorbehalten.

Wie wahrhaftig kann ein Glaube sein,
der den Glauben anderer beraubt und verleugnet,
wo kein Baum in seiner Gotteswüste steht,
als ein hohles Symbol , dessen Lügentempel
die alten Kraftorte bedeckt, die den Menschen
mit der universellen Sprache des Seins
verband?

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