Der nicht immer einfache Gang

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
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Wir öffnen uns langsam
einem unbekannten Raum.
Irritierend, aufgewühlte Klänge;
Krähengesänge unbekannter Geister.
Die hungrige Zeit mit ihren Tentakeln
umschlingt unsere Fröhlichkeit,
erstickt bewegte Freude,
strudelt abwärts hin zur Stille.
Schritt für Schritt, tiefer und tiefer
umarmt von nebulösen Gespenstern.
Halten uns am Geländer unserer
Jugend fest, klammern uns
an ihrer verblassenden Fülle.
Nein, wir wollen noch nicht
gelebtes Antlitz dem Spiegel
zu erkennen geben. Lasst los!
Flüstert der Zeitgeist,
fordert auf.
Es bestimmt des Lebens
Wille zwischen Gestern und
Morgen; das Jetzt und Heute.
Stufe um Stufe, Treppen
enden im Äther aller Vergänglichkeit.
Die angehäuften Jahre schmerzen.
Jugend trennt sich von ihrer
Sternenkrone;
Zeit trocknet letzte Tränen.
Durch graue Schleier
schimmern der verdrängten Träume
heiteres Blau. Verabschiede dich,
Herz; es streut dir das Licht
in jeder Lebensstunde,
erleuchtende Pfade zu wandern.

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