Schmerz allen Lebens

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
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Mich hat der Sturm des Lebens nicht verschont,
als er meine Wurzeln ausriss.

Mich hat die Sonne nicht verschont,
als mein Durst nach Leben verlangte.

Mich hat die Wüste nicht verschont,
als die Glut meine Erde verbrannte.

Mich hat die Mutter nicht genährt,
obwohl ich an ihrem Busen trank.

Es Schmerzen die Wehen der Frauen
bevor Leben aus ihren Leibern ausbricht.

Es blutet der Horizont tief rot, wenn aus
dem Schoss des Himmels der Morgen aufglüht.

Aus dem Bauch ehrwürdiger Zeiten,
erneuert sich alles, strebt zum Licht.

Und der Himmel mit seinen blauen Augen
spiegelt alles wieder – schweigt.

Und unser Leben gräbt sich ein auf
unserem Gesicht. Im Schatten von
Falten, verborgene Freude.

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Kommentare

12. Mär 2017

Eine wirklich gutes Gedicht, Jürgen. Ich habe es mit Ehrfurcht gelesen.

LG Annelie