Wo warst Du? Was hast Du all die Jahre gemacht?

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Ich bin aufgewacht.
Ich habe viel Zeit mit dem Leben verbracht.

Meine Augen waren offen,
Meine Ohren nicht verschlossen,
Meine Lippen fingen den Atem ein,
Meine Nase, berauscht vom Duft im Wein,

Sinne, die die Liebe ertasteten, nackt
unter dem Mantel der Zeit.

Von glatter, faltenloser Leichtigkeit,
zum Bahnhof - auf Gleisen rauher, faltiger Geruhsamkeit.

Und jetzt?
Jetzt?!
Jetzt fahre ich heim!

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Kommentare

13. Aug 2018

Danke Annelie und Axel fürs Lesen!

Wo immer auch das Zuhause sein mag,
wichtig ist, dass Du angekommen bist.

LG

Jürgen

12. Aug 2018

Ein umwerfender Text, der die Erfahrung eines satten Lebens in wenig Worte fasst. Diese Weisheit, diese lakonische Doppeldeutigkeit in der Selbstfindung >Und jetzt?
Jetzt?!
Jetzt fahre ich heim!<
hat mich sehr beeindruckt. Wundervoll!

LG Monika

13. Aug 2018

Monika, vielen Dank für Deinen starken Kommentar. Ich habe mich sehr gefreut.
Heim ist für mich keine Location in dem Sinne. Heim, steht für angekommen sein. Aber es sind immer noch ein paar Türen verschlossen und warten nur darauf geöffnet zu werden. Aber auch jetzt schon, ist es ein gutes Gefühl.

LG

Jürgen