Teppich

von Viktor Iversen
Mitglied

Der Anfang des Übels wird zugleich
geknüpft, mit dem Guten im Leben;
So das Gute aus Übel auch entsteht.

Der Faden aus dem Teppich durch Raum und Zeit
gesponnen wird, webt auch das mit ein,
was jeder meiden möchte.

Ich denke oft daran,
wann der Teppich
ein Ende finden will und
ob derjenige auch zu
Ende geknüpft wurde.

So warte ich gespannt auf das baldige
neue Muster des Lebens, das
in den Teppich gewebt wurde oder wird?,
während mein Leben sich ändert.

Ich gehe auf dem Teppich; barfuß und
nehme auch die Splitter des Holzes vom Kirschbaum mit;
ich trete hinein, mit Absicht und lasse dem Menschen
hinter mir das Leid nicht erfahren.

Während der Teebeutel langsam das Wasser
einfärbt bis zur Vollendung im Geschmack.
Dann erst ist das Leben lebenswert.
Es darf nicht zu lange ziehen, so es sonst
verbittert.

Es sucht nach mir, es will mich ablenken,
mich verwirren und im Nebel
allein lassen.

Doch bin ich nicht mehr orientierungslos
und stelle mich dem Spiegel der
Widerlichkeiten.

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