Immer Ärger mit Ernst Jandl

von Kate on Line
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Krtz krtz krtz.............Krtz Krtz Krtz
Krtz.........Krtz..........Krtz..........Krtz
Krtz.........Krtz..........Krtz..........Krtz
.......................Krtz

Ich schiebe Ernst Jandl mit dem Besen fort. Ein flüchtiger Blick auf das Furnier lässt einen Kratzer erkennen. „Verdammtes Vieh!“ denke ich und schlage mit dem Besen nach Ernst Jandl. Dieser macht einen Satz und springt auf mein Sofa. Mit dem Besen in der Hand nehme ich die Verfolgung auf.

........................Fch................................Fch
................Fch..........Fch.................Fch...........Fch
Fch Fch...........................Fch Fch..........................Fch Fch

Ich renne, mit dem Besen hoch erhoben, um den Wohnzimmertisch herum. Ernst Jandl wie eine Furie vor mir. Mein Knie stößt gegen die Tischkante und ich schreie laut auf. Ernst Jandl macht vor Schreck einen Satz zur Seite und stößt die schwere Bodenvase um, die mit einem dumpfen Knall zu Boden geht und in drei Teile zerbricht.

Krch......................................................................Fch
Krch ...............................................................Fch
Krch.........................................................Fch
K..............r...............ch.....................Fch

Ich habe Ernst Jandl am Bein gepackt. Er versucht zu entkommen, doch ich lasse nicht locker.

........Hmpl...............Hmpl................Hmpl
Hmpl...............Hmpl................Hmpl...............Hmpl................Krtz Krtz Krtz

Ich schreie vor Schmerz auf. Blut rinnt aus meiner Hand. Ernst Jandl entwischt und hastet quer über den Flur. Ich stolpere hinterher.

Schppr Schppr Schppr
...................................Schppr
.............................................Schppr

Ernst Jandl rast durch die Küche. Er macht einen Satz und springt auf den Tisch. Das Tischtuch verheddert sich in seinem linken Bein. Er fällt zu Boden und reißt das Tischtuch mit sich. Das Tischtuch, zwei Teller, drei Tassen und ein Dessertschälchen begraben Ernst Jandl unter sich.

Jmmr Jmmr Jmmr............Wmmr............Wmmr
......................................................................Wmmr
.............................................................................Wmmr

Ich befreie Ernst Jandl, der eingehüllt im Tischtuch über den Boden kriecht, aus seiner misslichen Lage. Keine Dankbarkeit zeigend schlägt er nach mir. Er erwischt mich am Arm, doch diesmal hält mein Griff ihn fest.

.................................Schmpf..........................................Schmpf
Schmpf Schmpf Schmpf..................Schmpf Schmpf Schmpf

Ich eile, mit dem wild um sich knüppelnden Ernst Jandl fest in meinen Händen, zur Hintertür. Mit Kraft presse ich ihn durch die Katzentür und schiebe das kleine Riegelchen vor.
Endlich Ruhe.

April 2019

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Kommentare

13. Apr 2019

Meine "Putz"-"Fee" stellt Gedichte nach - es ist (r)eine Qual!
(Die Besen-Szene leider gleich fünf Mal ...)

LG Axel