Die Geburtsstunde

Bild von Sternwanderer
Mitglied

Es war einmal eine Schnecke
die da rief:
„Ich komm gleich um die Ecke“

Das große Warten begann
und man ahnt schon was da kam.

Die Schnecke passte nicht auf
und rutsche auf ihrer Schleimspur aus.

Und was kam dabei heraus:
sie verlor doch tatsächlich ihr Haus.

Sie leckte ihre Wunde dann
und wanderte als Nacktschnecke fortan.

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Interne Verweise

Kommentare

13. Jul 2017

Auch ich verlier bald mein Zuhause -
Das liegt dann aber an der Krause ...

LG Axel

13. Jul 2017

Weiß die Krause in die Schranken
dann musst du nicht aus deinem
Hause wanken.

LG Luise

13. Jul 2017

Da Krause MICH zur Schnecke macht -
Vermeid ich gern mit ihr die Schlacht ...

LG Axel

13. Jul 2017

O, liebe Luise, dein Gedicht hat mich sofort an einen Artikel in der Hamburger Morgenpost von gestern erinnert. Er handelt von einer kleinen, süßen Hundedame, sie heißt Luna, wurde wohl ausgesetzt und lebt jetzt im Tierheim. Sie leidet unter einer Flohspeichelallergie und ihr Körper ist nackt, ohne jedes Fell. Der Fellverlust ist leider von Dauer und sie braucht täglich Medikamente. Ob es deiner Schnecke jetzt wohl auch so ergeht? - Aber es gibt ja gottlob auch Nacktschnecken, nicht nur beim Bäcker, sondern auch in etlichen Magazinen (Illustrierten). Ich habe dein Gedicht gerne gelesen.

Liebe Grüße,
Annelie

13. Jul 2017

Ach das arme Hundchen, liebe Annelie, das ist ja schrecklich. Doch es hat einen großen Vorteil das die Schnecke ihr Haus verlor ... Nacktschnecken werden nicht gegessen. ;-)

LG Luise

13. Jul 2017

Oh ja, da kam mir sofort der Gedanke an eine Politikerin, die nun abgewählt wurde. Viel versprechen, bla bla bla, nichts umsetzen. Nun verlor sie - sinnbildlich - ihr Haus. Sehr metaphorisch, Dein Schneckengedicht, liebe Luise.

LG Monika

13. Jul 2017

Es ist schön zu sehen wenn ein Leser Dinge aus dem Alltag/Gesellschaft ect. auf ein Gedicht sinnbildlich projiziert.

Vielen Dank für deinen Kommentar, liebe Monika.

LG Luise