Süßes Fieber

von Ephraim Kolczynski
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Wenn dein Mond durch meine Adern scheint
gleißende Flügel in mir erhebt,
unser Feuer aus den Sternen weint
sehe ich wie dein Astralleib schwebt.

Der Äther schwappt aus deiner Liebe
dein Sylphenheer taucht in meinem Blut,
die Urpflanze spendet uns Triebe
und gepfählte Einsamkeit die Glut.

Hauchzarte Sehnsuchtswinde heulen
über rubinfarbene Flüsse,
ein rot erregter Sturm baut Säulen
schenkt mir pulsierend Seelenküsse.

Und aus dem Asphodeliengrunde
treiben die Samen in voller Pracht,
erfüllend duftet aus dem Munde
eine Opferung der Wölbungsnacht.

Und die Flammen in ihrer Mitte
flechten Zöpfe voller Verlangen,
umschlängeln sich in Geistes Sitte
wie heiß verliebte Erdenschlangen.

Die Dunkelheit verhüllt die Augen
auf das wir uns im Fühlen sehen,
ich spür mich dunkle Trauben saugen
die selbst im Nachglühen noch stehen.

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