Meine Adventszeit

von Alfred Mertens
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Jedes Jahr werden wir bei uns besinnlich
mit anderen Worten, es sei mal gesagt,
doch diese Sehnsucht nur dann überragt,
wenn sie im Herzen, nicht im Geiste stimmlich.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern,
an meine Kindheit, sie sei nicht vergessen,
da war halt noch manches recht angemessen.
Denn Gefühle kamen dabei aus dem Innern.

Man freute sich sehnsüchtig auf den Advent,
ich wuchs im Kriege in Oberbayern auf
und wartete als Kind schon Wochen darauf,
eine Vorfreude , die man heute nicht kennt.

Da wurde gebastelt, gebacken gesungen,
das Einzige was uns dabei doch noch blieb,
hatten alles verloren und waren gezwungen,
zusammen zu halten, mit dem was verblieb.

Das war unser Leben, selbst wenn es fast nackt
wir waren zufrieden, was wollten wir mehr ?
Im Kriege hatten es doch alle sehr schwer.
Mit frohem Herz wurde das Fest erwartet,

und wenn wir zur Mette schneestapfend gestartet,
die Kirche betraten mit gefrorenen Gliedern,
die Botschaft vom Herrn hörten, der offenbarte,
und wir dabei sangen, mit all ihren Liedern.

Das war eine Weihnacht, habe sie nie vergessen,
zwar ohne Geschenke, doch noch reichlich zu essen.
Drum denke ich daran und spende all denen,
die sich auf der Welt nach Nahrung noch sehnen,

wohlweißlich. weil ich die Not auch noch kenne
die Adventszeit dient mir als Außenantenne !

Alfred Mertens

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