Besuch der Stadt

von Erwin Sesterhenn
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Aus der Ferne nähern sie sich einem Dächermeer,
Und auf dem Weg werden Straßen breiter und voller.
Da ist's passiert: der Stillstand wird immer doller,
Aus Eile hupen sie in den Autoschlangen sehr.

Abgehetzt eingetroffen in der gewaltigen Metropole,
Sind sie von grellen Lichterblitzen erschlagen.
Entsetzt sehen sie die Straßen, die Dreck tragen,
Und aus Blechlawinen aufsteigende Smogmonster schwarz wie Kohle.

Sie schlängeln sich durch den hohen Häuserwald
Und finden kein ruhiges Plätzchen für lange.
Vielmehr grüßt an jeder Ecke eine Warteschlange,
Aus der es unerträglich laut schallt.

So sehnen sie sich nach Haus',
Ein schöner Ort in ruhiger Natur.
Vogelgezwitscher aus Baumkronen wie eine Kur,
So lasst uns endlich aus dieser Betonwüste raus.

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