Modern Times

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
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Tugenden, meine Damen und Herren
sind schon längst nicht mehr modern,
macht im Wandel sich der Zeit
Gier und Mord und Habsucht breit.
Jeder steht für sich alleine,
Familiensinn ist lange her,
denn für Kleidung und Geschenke,
reicht schon längst das Geld nicht mehr.

Automarken, ferne Reisen,
Luxuscreme, Gourmetspeisen
lassen keine Zeit mehr für Gefühle.
Wer nicht „in“ ist der ist „out“
zeigt den Körper, nackte Haut.
Chirurgie: Busen, Lippen, Augen, Po
macht sie wieder straff und froh.
Zanken, streiten Nachbarn sich,
schlagen sich vor dem Gericht.

Mann oh Mann, was ist denn bloß
mit der Weltgesellschaft los?
Rechts da feiert man das Leben,
natürlich nur auf höheren Ebnen,
links da sterben ganze Völker,
gibt nur Morden, nimmt kein Ende,
keine Scham vor blutigen Händen.

Ach, oh Gott, verstehe dich,
deine Wut und deinen Zorn.
Manchmal möchtest alles schmeißen
und auf die Gesellschaft pfeifen.

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Kommentare

14. Jul 2018

Ja die Zeiten sind, wie sie sind.
Ich stimme zu.
Aber Gott ??
liebe Grüsse
ulli

14. Jul 2018

Man muss sich seine eigene Welt schaffen, Jürgen. Mir persönlich ist es ganz egal, wie jemand lebt. Reichtum bedeutet nicht automatisch Glück. Das Leben hat einen höheren Sinn, aber jedem das Seine. Man kann die Menschen nicht erziehen zur sofortigen Einsicht - das muss von selber kommen. Trotzdem fand ich Dein Gedicht sehr interessant. Du hast doch ein schönes Leben - so als Globetrotter - stell ich mir sehr aufregend vor.

Liebe Grüße dorthin zu Dir, woimmer Du Dich auch gerade aufhältst,
Annelie

17. Jul 2018

Grüße Dich Annelie,
bin etwas spät dran um dir zu antworten. Es geht ja auch um Egoismus, Verohung der Gesellschaft, um Empathiemangel.
Nicht jedem ist es vergönnt sich mit metaphysichen Aspekten zu befassen, wenn z.B., der Magen knurrt. Jahrundertelang wurden Länder ausgebeutet und jetzt wundert man sich, wenn die Ausgehungerten zum gedeckten Tisch rennen.

Liebe Grüße

Jürgen

16. Jul 2018

Für mich ist die Ansicht klar und schlicht,
es kommt auch darauf an, wo du geboren bist –
Die Möglichkeiten sind geteilt,
der eine hat es gut, der andere Leid.
Getrennte Welt – zu verschieden,
daran scheitert auch mancher (persönliche) Frieden …

Liebe Grüße
Soléa

13. Aug 2018

Hallo Solèa,

du glaubst gar nicht wie dankbar ich dem Leben bin, dass ich das große Glück hatte auf der richtigen Seite das Licht der Welt erblickt zu haben. Auch wenn es manchmal holprig war für mich mit polnischem Hintergrund. Da kann ich auch was zu erzählen.
Als heimatloser Ausländer damals, wurde ich von jugoslawischen Beamten getreten und durch den Tunnel nach Österreich gejagt.
Auf der anderen Seite musste ich in der Kälte stundenlang warten bis dann endlich das Ok zur Weitereise kam. Ich hatte ja ordentliche Papiere für die BRD gehabt.