Bruder

von Regina Bäcker
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Ich wünschte mir, Bruder,
du wärst jetzt hier,
zu reden,
ohne dem Erlebten
zu begegnen,
nur ich mit dir.
Dann könnte ich dir erzählen von mir,
von meinem Herzen und den verborgenen Schmerzen,
von der Wut, die ich empfand,
als ich hab deine Pein erkannt.
Ich könnte dir erklären,
wie wertvoll die Schöpfung ist,
dass jeder ein Recht hat
auf die Wunder dieser Erde.
Ich habe eine Zeit gebraucht um zu leben,
wie sollte ich das ertragen,
ich lasse dich gehen,
auch wenn ich mir wehtu,
doch hab die Befreiung erkannt,
ich liebe dich.
Ich könnte dir erzählen von ihm,
der mich das Lieben wieder lehrte.
Ich verspreche dir,
ich achte auf mich,
damit ich mich nicht verliere.
Ich habe es geschafft, jedoch bist du tot.

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Kommentare

15. Aug 2017

Erst der Schmerz lernt uns zu begreifen
Trauer und Verlust lässt reifen
danach stellt das Leben neue Weichen …

Liebe Grüße
Soléa

Christof Bauersch
21. Aug 2017

Es ist so leicht zu lieben.
Man muss nur aufhoeren es zu wollen, glaube ich.

17. Apr 2019

Liebe Regina,

dank für diese Zeilen.
Und hab' dank für deine Begeisterung für's schreiben und deinen Hinweis auf diese Seite.

Ganz liebe Grüße, Jana