Totenlied

von Uwe Röder
Mitglied

Gehst du hinab ins Tal,
von wo kein Laut
kehrt mehr zurück,

so halte ich dich
fest in meinen
Armen.

Gemeinsam über Land
zu streifen, groß war
unser Glück.

Die Apfelbäume
stehen an den Straßen
nun verdorrt,

Wegweiser abradiert.
Verloren sind die Dinge,
die wir liebten.

Bis zum Rand gefüllt
ist unser Glas
mit bittrem Wein:

Wir trinken vom
Gesetz des Lebens,
dass es endet.

Bliebe ich zurück, mein
Sehnen nach dir hieße
Trauer, doch ist Tod.

Wie kann ich atmen
ohne dich, du Liebe
meines Lebens.

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Kommentare

14. Sep 2019

Ein ergreifenndes Totenlied, lieber Uwe, stimmt mich traurig und erinnert mich an die Arie in der Gluck-Oper „Orpheus und Eurydike“, die mich jedes Mal berührt - Ach, ich habe sie verloren, all mein Glück ist nun dahin …
(wobei ich hoffe, dass es ein GEDICHT ist und nichts mit Dir persönlich zu tun hat)
liebe Grüße - Marie

14. Sep 2019

Ergreifend und berührend spürbar, die Trauer über den Tod der großen Liebe, gleichwohl wissend (...) vom Gesetz des Lebens, dass es endet". " Totenlied" , Erinnerungen und Trauer über den Verlust durchziehen herzbewegend jede Zeile.
Herzlich grüßt Dich, lieber Uwe, Ingeborg

15. Sep 2019

Das ist es ja, lieber Uwe, man kann, weil man muss. Naturgesetze fragen nach keinem Herz - Schmerz, Glück …

Schön dich wiederzusehen!!

Sei lieb gegrüßt
Soléa

15. Sep 2019

Lieber Uwe

Gibt es ein Glück,
das traurig stets ist?
Gibt es den Tod,
der Sterbende heilt?
Gibt es ein Wort,
das alles vereint?
Fragen voll Sehnsucht,
die selbst Gott verneint!

Schaut eine Welt
auf unsre hinab?
Flüstert ein Stern
"Alles wird gut"?
Schickt er ein Licht,
das Dunkel erhellt?
Fragen der Hoffnung,
die ein Mensch sich stellt!

Liebe Grüße
Willi

20. Sep 2019

Im Totenlied das Lied des ewig Liebenden...
Dringt tief und tiefer ein!