Das zerbrochene Uns (mit Hilfe von Eichendorff)

Bild von gtgegennordwind
Mitglied

Aus diesem kühlen Grunde,
Sagt‘ ich einst nein statt ja,
Seitdem bist du verschwunden,
Vergangen ist ein Jahr.

Ich hab die Treu‘ gebrochen,
Gedanken wiegen schwer.
Hätt‘ ich’s nie ausgesprochen!
Ach komm doch wieder her.

Ich will als Vogel fliegen
Zu meiner Mutter Schoß,
Doch darf‘ ich dort nicht liegen,
Ihr Kummer ist zu groß.

Ich will in Freiheit leben
Und doch allein nicht sein.
Ich möchte alles geben,
Ganz uns, das möcht‘ ich sein.

Hör‘ ich mein Kindchen lachen,
Ich weiß nicht, was ich will.
Könnt gut ich’s wieder machen!
Doch so bleibt alles still.

Mehr von Sarah Schwan lesen

Rechtshinweis:
Für diesen Beitrag ist eine unkommerzielle Nutzung erlaubt, alle Rechte verbleiben jedoch beim Autor/bei der Autorin.

Interne Verweise

Kommentare

14. Okt 2017

Deinen Text habe ich gerne gelesen, Sarah; er gefällt mir sehr gut.

LG Annelie

Sarah
14. Okt 2017

Danke Annelie! Mir tat das Schreiben weh - und gleichzeitig gut. Ich freue mich, dass du etwas damit anfangen kannst.