Reinheit des Seins

von Angélique Duvier
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Hüten wir uns den Menschen zu sehr zu vertrauen,
zu schnell werden wir verletzt,
und zurück bleibt ein taubes Gefühl,
danach schier unerträgliche Leere,
welche die Reinheit in Verzweiflung wandelt.
Zurück bleibt schlichtes Sein,
mit einem Gespür für falsches Pathos,
Verzweiflung und Schweigen.
Hütet euch vor einlullender Schmeichelei,
wie eine Elster, welche einen ungestalten
Ton als freudigen Gruß ausgibt
und euch hernach bestiehlt.
Redet nicht zu oft über euch, achtet auf die Worte,
denn es könnte passieren, dass sie
anders ausgelegt werden, als von euch gedacht.

Seid stolz und stark wie ein Adler
und sanft wie ein Lamm,
damit nichts Böses euch etwas anhaben kann.
Die Natur ist ohne Schuld und ohne Trug,
seid ein Teil von ihr und bewahret sie.
Seht ihre Reinheit und wendet euch
dieser zu, nehmt sie in euch auf,
und verliert endlich eure Gier.
Der Tag wird kommen, wo sie euch nichts nutzt,
denn am Ende steht jeder vor demselben Tor
und dahinter zählt nicht mehr was ihr besitzt,
nur was ihr getan, um euch zu bereichern.
Ihr werdet Zeugnis ablegen, ohne Wenn und Aber.

©Angélique Duvier

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Kommentare

15. Okt 2016

Ein Text, mit Geist und Sinn gefüllt -
Dazu passt gut dies feine Bild!

LG Axel

15. Okt 2016

Ein Text, der mit weisen Worten an die menschliche 'Natur' erinnert.
An Falschheit und Willkür und daraus resultierendem Leid.
Jedoch auch an Trost in Harmonie mit der Natur, die uns von alledem befreit.
Danke für den Text.
LG Monika

15. Okt 2016

Ich werde mir Mühe geben, liebe Angélique. Sehr schöner Text. LG Magnus

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