Ende eines Sommers

Bild von Jana Scheumann
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Gleißendes Licht liegt über den Feldern,
flirrende Luft, späte Sommerglut.
Ein Duft, schwer und süß umfasst mein Herz.

Echo von sich entfernenden Flugzeugen,
auf dem Weg ins Irgendwo, dringt in gleichmäßigen Abständen in mein Bewusstsein.

Schon Morgen wird das letzte Korn geschnitten und sein
kümmerlicher Ertrag wird nur wenige nähren.

Wer noch die Zeit findet und in den blendenden Himmel schaut wird keines der schönen, ganz in weiß gekleideten Mädchen erblicken.
Längst schon sind sie fort gegangen,
ohne ihre Regengabe zurück zu lassen.

Der durstige Boden an Feldes Rand vermisst
schmerzlich seine Blumen und die letzte Feldlärche tut
es ihm gleich.
Kein Insekt läßt sich blicken.

Habe die schönen Mädchen all dies mit auf
ihre ewige Reise genommen?

Ein sehnsüchtiges Warten auf einen der Winde erfasst ein Jedes und kühlt mein siedendes Herz.

Nur wer jetzt lange genug sehnt wird bald belohnt.
Und nur wer jetzt lange genug den Blick hebt, wird ihn kommen sehen,
den eilenden Herbst...

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