Orientalische Mittagsmeditation

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
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Mittags ist an diesem sonnentollen Frühlingstag,
und Sonntagsstille hat ihren blauen Flor
über die schlafenden Fantasien
meiner Gedanken gelegt.
Doch vernehme ich durchs geöffnete Fenster
das Girren wilder Tauben und das aufreizende
Liebesspiel eines Sperlingspärchen.
Es kündigt sich die Liebe an,
die mir im Sperlingsrufen
in den Ohren reift und tiefer
bis auch das Herz begreift,
die Kraft drückt sich aus
Erdenkrummen und blinzelt
neuem Leben zu.
Und ehe ich mich versah,
begann auch ich zu Grünen
in einer anderen Natur.
Eine Welle trägt über mittägliche
Strahlen den Ruf der Kathedralen
des Muezzins hin zur
Ruhe meines Ichs.
Kein Ton zerbricht das Glas der Stille,
nur mein Herz klopft sanft
und ich spüre Tiefe,
denn ich will Leben.

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Kommentare

17. Mär 2019

Gerne, auch an dieser Stelle, ein Lob für wunderbare Zeilen! ( siehe Schreiber-Netzwek)
Sehr schön!

Liebe Grüße
Ella

17. Mär 2019

Ich lese, fühle, staune - das ist ein bezauberndes Frühlingsgedicht, lieber Jürgen, danke dafür ...

Marie