Nachruf

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
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Und wenn der Mensch
Das letzte Leben vergießt

Alte knorrige Bäume sich ihrer
Jahrhunderte entkleiden

Kriege und Kämpfe sich im
Herbstlaub blutrot niederlegen

Werde ich von dieser Welt fallen
Zurück in die Tiefen aufgetürmter Jahre

Kathedralen zeitverwest
Im Gesang der Plejaden

In schmerzlicher Sehnsucht, denn
Zu einem Wesen bin ich Licht

Wenn Rinde und Borke mich umweben,
Umschließen zu einem Geist der Zeit

Auf verlorenem Posten der Ewigkeit
Fernab am Wegesrand

Und wenn mein Staub meinen Stern findet
Dann soll er wieder zu Erde werden
Und Wasser trinken.

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Kommentare

20. Feb 2020

Lieber Jürgen,
viele einzelne Worte begeistern mich, aber ebenso das Gesamtwerk.

Und zuletzt spürte ich regelrecht, welchen Durst unser Staub haben wird...
LG Uwe

21. Feb 2020

Noch einmal gelesen
und die Größe entdeckt.

Herzliche Grüße
Willi

29. Feb 2020

Großartige sehr berührende und tiefgehende Gedanken
zu phantasievollem Reigen gefasst!

Chapeau!!!

LG Uschi

05. Mär 2020

Lieben Dank für eure Kommentare!

Mahlers Lied der Erde war die Inspirationsquelle. Das Lied vom Abschied; diese stille und bewegte Musik im Kontext aktueller Ereignisse. Die Flucht der Menschen, die in ihren Fantasien das Heil im Sience Fiction suchen. Auf der Suche nach neuen Erden, aber immer in Begleitung von Kampf, Sieg und Tod. Das, was er zurücklassen wollte, nimmt er mit ins Handgepäck, wohin er auch gehen wird. So nehmen wir auch alle Begriffe unserer Lyrik mit. Sie wird sich formal nie ändern. Nur die Worte, zeitangepasst.