Die Bootin und der Böterich

von Alfred Mertens
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Es schipperten ganz inniglich
ne Bootin und ein Böterich
auf`s Meer hinaus zum Fische fangen
so lustig und so unbefangen

Und sangen laut und froh gen Wind:
Ach hätten wir ein eigenes Kind
Die See jedoch wurd rauh und rauher
dem Böterich rann schon der Schauer

den Rücken runter und hinauf
die Bootin knöpft ihr Mieder auf
und wünsch vom Böterich so sehr
Koitus auf dem Mittelmeer

Und Meer und Wogen kreuz und quer
die Bootin wünschte immer mehr
mit Gischt und Wellen in dem Sturm
der Böterich stand wie ein Turm

im Meeresrausch schon bald von Sinnen
er musste sich schon fest anpinnen
damit er nicht ganz aufgewühlt
beim Liebesrausch von Bord gespült

Und als der Sturm sich hat gelegt
da war die Bootin so erregt
nie hatte ihr der Heringsfang
er dauerte unendlich lang

bei Wind und Wogen Spass gemacht
in dieser langen Fisch-Fang-Nacht
Poseidon doch der Meeresgott
der sorgte das die Bootin flott

ein Bötchen kriegte bald danach
im Bootshaus sie in Wehen lag
wo sie dacht statt der Heringsfracht
an diese tolle Liebesnacht.

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