Il male degli domini

von J.W. Waldeck
Mitglied

Drachen- und Dronenkriege
verbrannter Schmetterlinge
wie Schneeflocken zerknittert
netzhauttraut, als Mottenfächer enden
wo Tränen nichts zählen
die Traumstaub vernichten

hautnah Wurffalten nachzeichnen
Sommerendgeschichten
auf-und-abgeriss'ner Leinwand
fließpapierfeine Lebenslinien
Sonnenblumen-gesichtspuppen
deren Flügelaugen zersurren

als schleierhafte Medusen
an Leuchtkraft verlieren
vor der Tarnung überworfener Lagen
Vorhänge zusammenfalten, Eindrücke
verblasster Lichtschlieren
schattenreich überfluten

© j.w.waldeck 2018
Alle Rechte sind dem Autor vorbehalten

Buchempfehlung:

Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Kommentare

30. Sep 2018

Nur das Wort "herumsummen" passt nicht zu der edlen Sprache. Aber du hast es sicher bewusst gesetzt, also entschuldige bitte.

03. Okt 2018

Es gibt aber kein passenderes Wort dafür. Flattern, Herumschwirren
fügt sich weniger harmonisch ein. Aber ich bin sehr offen für Vorschläge.
:)
Und danke für die richtige Feststellung.

LG. Waldeck

03. Okt 2018

Sittsam sirren?
Stupide strudeln?
Schlaf zersurren?

Hm. Ich würde Anne Li fragen, sie findet, wenn sie sucht.

04. Okt 2018

Aber eigentlich würde ich DICH fragen, du bist doch ein Sprachgenie, nicht ein Wort nur zu finden, sondern es selbst zu kreieren.
Z.B.
Surmsen,
Augen jauchen,
rotulieren,
fiebrillieren,
zerschlieren.

No, pardon, lieber Waldeck. Ich behaupte einfach, mir fehlt die Zeit (aber ich kriege es nicht hin).
LG Uh

12. Okt 2018

Phantastisch und großen Dank. Ich bin kein Sprachgenie und was du
hier an Wortkombis spielst, das bringe in deine Gedichte ein, denn ich sehe
hier eine fulminante Stärke.
Mir kommt es auf die Ideen an, sie festzuhalten, bevor sie mir der
Strom unwiederbringlich entreißt.

LG. und ein schönes Wochenende!