Das Buschwindröschen

von J.W. Waldeck
Mitglied

ahnungslose Anemone, von Liebe umzärtelt
reiner noch, trotz brennender Blicke
von rohen Kohlen rot, das gelbe Sonnenherz
zur Mitte: anmutige Strahlenikone
Liebeslied von Avalons Nebelküste
unsichtbar die Seelenfühler, Schneeleib sonnenklar

du zitternd Flockenkristall heimlicher Wünsche!
dunkel ist mein verboten Sommernachtstraum
im Wurzelreich zu deinen Füßen Geliebter
der abgrundtiefe Schrecken
zu blühendem Humus tauscht
nah dem feinen Gespinst verbotener Gefühle

oh weißer Lichtleib, zugeneigt im Stillen!
mein Sehnen schweigt, duften versiegelte Lippen
deren Worte des Windes Atemzüge überträgt
wo durscheinend, mit mattem Glimmer
Tauaugen Glückstränen zum leuchten bringen
fließt honigsüß Seelenharz, wiederbelebt

© j.w.waldeck 2018
Alle Rechte sind dem Autor vorbehalten.

Ein Gedicht aus dem Mispelwispelreich.

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Kommentare

22. Jul 2018

Rosen, Buschwindröschen - jener Strauch
Fühlte den sehnenden Schmetterlingsflügel
Im Atemzug auf der lebendigen Haut
In Unerfindlichem Verlangen
Sich zu strecken dehnen und Erblühen
Im strahlenden Regen

LG Yvonne

23. Jul 2018

Hallo J. W. Waldeck, das Mispelwispelreich? :-) Wie schön.
Gibt's aus diesem sagenumwobenden Reich noch mehr Gedichte? Dieses hier ist wunderschön!
lG
Anouk

23. Jul 2018

Ab und stelle ich eins davon hier rein, aber primär folge ich der Reihenfolge meiner
regulären Gedichte.
Auf wordpress.mispelwispelreich.com
liegt der Schwerpunkt auf Pflanzen, phantastische Tierwesen und natürlich
auf Romantik, aber auch Kindergedichte und Naturgedichte bzw. Naturmystik.

LG. Waldeck