Dir innig nahe sein

von J.W. Waldeck
Mitglied

scheint mir das Paradies auf Erden
im Schlagschatten
roher Umstände
die unsere Leben verderben
hoffe ich auf spätes Erwachen

auf das wir uns körperlos umarmen
ohne die Scham
gewalttätiger Grenzen
deren krankes Zersetzen
diesem Gott der Gram gefallen

dann wird der Blick sich klären
mehr als Liebe sich nur lieben lässt
auf das wir uns begehren
ohne Bio-Test
der einen Jehova erweckt

wie Rauhreif gleißt dein Geist
im Schneeflockenkleid
einer LIchtaureole
die uns belebt und fortträgt
durch Raumzeittore

aus Wesensträumen erblühen
beseelte Liebeskinder
Materie - in vollen Zügen
und NICHTS gelöscht
für immer

© j.w.waldeck
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Kommentare

23. Mai 2018

Ein Liebesgedicht der spröden Art, Waldeck, das mir sehr gut gefällt. In Aufbau und Inhalt eine Mischung aus Heine (unterschwellige Ironie, die zumindest ich herauslese) und Jehuda Amichai.

LG Annelie

23. Mai 2018

Mir geht gerade durch den Kopf, warum ich von den selbsternannten Anhängern des Lichts
im Schreiber-Netzwerk gemieden werden und auch anderswo, als etwas unkontrolliert böses.
Und dann lobst du mich mit einem Dichter, über den ich mich erst noch informieren musste,
da ich kaum Gedichte lese. Darum bin ich niemals sauer, dass mich kaum jemand liest.
Deine belesene Bandbreite ist mir, was Dichtkunst betrifft, eindeutig voraus.
Vielen Dank für deine Zustimmung!

27. Mai 2018

Deine Gedichte sind keineswegs böse. Sie brauchen meines Erachtens auch nicht kontrolliert zu werden.
Das Spießbürgertum haben wir längst hinter uns gelassen. Es lebe die Gedankenfreiheit! Jehuda Amichai solltest Du lesen. Er wird Dir ganz gewiss gefallen, weil auch er "kein Blatt vor den Mund nimmt".

LG Annelie

23. Mai 2018

Sie bedeutet mir weitaus mehr als die weltliche.
Auf diese Welt ist kein Verlass.

LG. Waldeck