Der Traum von der wilden Gans im Baum

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
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Im geöffneten Fenster träumte ich
Auf meinen Armen aufgestützt
Vor mir ein Landschaftsbild
Im satten Grün mit Sonnenlicht verwoben
Büsche, Sträucher reckten sich so
Stimmungsvoll zum Augenblick
Da tauchte ich hinein
Gab mich den Farben ausgeliefert
Und atmete tiefe Stille ein
Als ich zufrieden vor mir träumte
Da nahm ich Rufe wahr
Zuerst noch unbewusst
Danach sehr klar und deutlich

Vorm Fenster stand ein hoher Baum
Mit ausgestreckten Zweigen
Das Laubwerk glänzte wundervoll
Der Stamm gab seine Krone frei
Da saß auf einem Zweig als
Wär´s das normalste auf der Welt
Eine Wildgans grau und weiß
Wie von Zauberhand bestellt
Sie streckte ihren langen Hals
Den Schnabel auf zur Sonne gerichtet
Trompetete ein Lied gen Himmel
Sie tat es voller Leidenschaft
Und noch ehe ich dachte: Das gibt´s doch nicht

Nahm mich eine Stimme mit
Durch den wilden Landschaftsgarten
Da lag auf einem breiten Stumpf
Eines morschen Baumes
Ein Murmeltier so friedlich dösend ungestört
Als ich zu ihm herüber sah, da grinste es
Mich heiter an und ließ sich gar nicht stören
Doch eh ich etwas fragen konnte
Da löste sich alles um mich auf
Aus meinem Träumen aufgewacht
Die Gans noch im Gedanken
Zwei Tage später, es war schon Nacht
Ich schlief noch nicht
Da hörte ich das Rufen wilder Gänse
Sie zogen gerade übers Haus
Ich lauschte ihnen lange nach
Und dachte an den Traum
Von der singenden Gans im Baum
Was hat das alles zu bedeuten?

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