Augenscheinlich (eine Fluchtpunktperspektive)

von J.W. Waldeck
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Angsthasen hoppeln am liebsten
über einen gemähten Kunstrasen
einen nivellierten! geht das Niveau baden
weil Flügel sonst nie zügig zittern
bevor sie verschlagen
arglose Äuglein schließen

Angstnasen heben sich im Chor hervor
pappt genasführt ihr Dekor!
der sichere Trampelpfad: der Bewährte!
gelichtet grad‘ als der Geleerte!

selbsternannte Künstler verteidigen da
mitgefangene Moral
und bespritzen Nackte mit Tierblut
oder füllen Vaginas mit Puppenhänden
dümpelt eine Blumenwiese mit Sonnenhut
zur Sackgasse aufgemalter S-Tempel

dichter als mundgerechte Dichterforen
aufgedunsener Wisser
quillt treuherzig ihr Tränenkissen
unterläuft augenscheinlich
belangloser Fangbecken Mischgewichs

das gehobene Gewölk
schäumt abgestandene Scheinwelten
zur schwangeren Sonne hin gespreizt
verschnürte (B)..Lenden
bis klare Linien sich verziehen
Lügenbalken Stützpunkte zur Liebe biegen

huschen in der weißen geilen Gischt
Hoppelhäschen und hoffentlich
nicht!
und klingt dies nach Wellenrausch
hebt das Wettrennen den alten Staub
und lässt ihn einmal frisch sich setzen

auf Augenränder, Nasenlängen
wird die Welt rundum verflüchtigt
die Klärbecken staut; wie krebsiger Feinstaub
scheinbar in der Atemluft schwindet –
im Wirbel treibt, im Stillstand glaubt:
sein Schwärmen sei gebildet

© j.waldeck 2017
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