Sphinx

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
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Erhaben liegt sie ausgebreitet, vorgestreckt die Löwentatzen,
mit menschlich Antlitz gar versetzt, geisterhaft verstecktes
Lächeln, das Kenntnis von der Wahrheit hat.
So wacht sie schon Jahrtausende in Sonnenglut und Wüstennacht.
Zier der Sphinx die Königswürde, eines Pharaos gedacht,
träumte nicht Tutmosis doch im Schutz der Sphinx
vom Sieg der Schlacht?
Geschmeidig schaut sie ganz gelassen,
Generationen, die vorrüberziehen.
Wie oft schon tanzten dunkle Winde
durch Anubis Schattenreich,
verlorene Seelen, die verblassten,
im Jenseits der Geprüften, kommt Pharao den Göttern gleich.
Im Totenbuch steht es geschrieben, Herrschaft über Tag
wie Nacht, von Priestern die den Winden lauschten,
Weisheit gerollter Papyros, über allem trägt sich Stille,
Geschmeidig wacht jahrtausendes Geheimnis
unterm Antlitz ihrer Bewahrerin
und lächelt königliches Schweigen.

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