Die Schönheit

von J.W. Waldeck
Mitglied

verehrt und angebetet
für immer geliebt
auf Händen getragen
bloß Augen aufschlagen

mit höhnischem Blick
Unwürdige meiden
mit Schönheitstick
sich reizend kleiden

damit die Armen
in niederen Nöten weinen
im grausamen Strahlen
der Lippen die beißen

so heilig und ewig kalt
in makelloser Gestalt
mit unbewegtem Gesicht
wer liebt sie noch nicht?

© j.w.waldeck 2010
Alle Rechte sind dem Autor vorbehalten.

Himmel, welch Augen du hast!
ich kann nicht mehr ohne dich
als knieend dich anbeten
gehört dir meine Seele!

mach mich glücklich
mit einem einzigen Lächeln
erhöre mein Flehn
und lass mich deine Süße kosten

deine Rosenlippen haben
mein Herzkelch verzaubert
mit ihren roten Blüten
mit ihrem Meeresatem

deine Zunge erweckt Tote
und dein Busen trägt das Licht
der Götter aus deren Gnade
dein Wesen spricht

von allen Höllenqualen
bist du mein Schicksalshort
und lass mich niemals fallen
sonst ist meine Seele tot...

© j.w.waldeck 2010

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Kommentare

23. Nov 2017

Nicht jede Schönheit ist so kalt,
es sei denn, du beschreibst - den Winterwald.

LG Annelie

23. Nov 2017

Der Winterwald ist nicht kalt.
Nur wer im inneren keine Sonne hegt
den stört seine reine Gestalt.

Und Schönheit, ist der Götter Zier
im Menschen, tarnt sie
das getriebene Jagdtier.

LG. Waldeck

23. Nov 2017

Waldeck, mich stört der Winterwald nicht; er ist schön; aber es ist meist kalt darin, auch mit Sonne im Herzen.

LG Annelie

23. Nov 2017

Einen richtigen Wald habe ich hier schon lagen nicht gesehen.
Nur Jogger, die überall das letzte Getier verjagen.
Bei Schnee ist er nicht kalt, bewegt man sich.

Er regte mich früher an, als es noch Schnee gab
zu solchen Gedanken:

was träumt, unter Sternenlicht
gebettet in strahlendes Weiß
dem funkelt knospender Geist

LG. Waldeck

23. Nov 2017

"... was träumt, ...", finde ich nicht nur schön, Waldeck, sondern auch ganz hervorragend - sowohl in gedanklicher als auch in poetischer Hinsicht.

LG Annelie

23. Nov 2017

In edleren Zeiten ließ man Frauen mit dem Schlitten über
die Schneewege gleiten, inklusive Glöckchenspiel.
Dazu einen Korb mit Delikatessen und Rotwein.
Die Damen steckten in dicken Decken
und genossen die Landschaft.

Da ließ sich auch für filigrane Geschöpfe
das Abendrot genießen.

LG. Waldeck